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Versuche zur Elektrogravitation -
Die Replikation von J.L. Naudins „Lifter“ Experiment
Von Steffen Finger und Carl R. Jachulke
Raumenergie-Fördergesellschaft
Veröffentlicht am 31.10.2007
Inhalt:
1. Einleitung: Von der Vergangenheit zur Gegenwart
1.1. Das Grundexperiment von T.Townsend Brown aus den 20er Jahren
2. Nachbau des „Lifter“ Experiments von J.L. Naudin
3. Physikalische Hintergründe und Erklärungen zum Lifter-Experiment
3.1. Das Verhalten des Lifters im technischen Vakuum
4. Diskussion und Ausblicke für zukünftige Versuchsreihen
4.1. Folgerungen aus den dargelegten Experimenten und Fokus anderer Experimente
5. Videos vom eigenen Nachbau
6. Referenzen
1. Einleitung: Von der Vergangenheit zur Gegenwart
Bereits in den 20er Jahren wurden exzessiv Experimente unternommen, um die Auswirkungen von elektrische Felder auf die Gravitation zu untersuchen.
Dabei machte vor allem ein Mann namens T.Townsend Brown durch seine Experimente von sich Rede. Ihm war während seiner Labortätigkeit und bei Experimenten im Jahre 1921 mit speziellen Röntgenröhren (Coolidge X-Ray-Tubes, welche eine unterschiedliche Elektrodengröße aufweisen) aufgefallen, dass sich eine Kraftasymmetrie durch die angelegte Hochspannung in Richtung der postitiv geladenen Elektrode ergibt [Abb.2]. Durch welche unbekannten Effekte kam es zu einer solchen Kraftwirkung ? Bald war klar das die involvierten Röntgenstrahlen und deren Strahlungsdruck nicht für diesen Effekt verantwortlich sein können.
Im Jahr 1923 unternahm Brown zusammen mit Dr. Paul Alfred Biefeld von der Dennison University, Ohio, eine Reihe von Experimente, um diesen Effekt genauer zu Untersuchen der später als so genannter „Biefeld-Brown-Effekt" bekannt werden sollte.

Abb.1 Der amerikanische Physiker Thomas Townsend Brown, Entdecker der Elektrogravitation
Lange Zeit blieben seine Experimente verschollen und vor allem vergessen bzw. ignoriert durch ein arrogantes wissenschaftliches Etablissement. Ständig waren in der alternativen wissenschaftlichen Szene eine Vielzahl an Gerüchte im Raum gestreut worden, bis im Jahre 1998 der Franzose Jean-Louis Naudin die Diskussion um den Biefeld-Brown-Effekt neu entfachte.
Kernpunkt seines Experiments war ein sehr einfacher Versuchsaufbau bestehend aus einem aus Balsaholz und Aluminiumfolie gebauten Dreieck und einer simplen Hochspannungsversorgung, bei der ein Diodensplittrafo mit einer IC555 Pulsschaltung betrieben wird.
Ihm war es gelungen zu zeigen, das der Effekt nicht nur ein Gerücht ist, sondern eine physikalische Tatsache darstellt die Untersucht werden muss.
Was ist nun dieser Effekt und welche physikalischen Gesetzmäßigkeiten liegen ihm zugrunde ? Kann der Lifter auch im evakuierten Raum arbeiten ? Ist der Effekt als Antigravitation zu verstehen und zu bewerten ? Steht der Lifter in direktem Zusammenhang mit den ursrünglichen Experimenten oder ist dies etwa eine Fehlinterpretation ?
1.1. Das Grundexperiment von T.Townsend Brown von 1921
Am 15. November 1928 wurde von T.Townsend Brown das erste Patent erteilt unter dem Titel „A Method of and an Apparatus or Machine for Producing Force or Motion“. Hierin beinhaltet ist die Forschungsarbeit die im Jahre 1921 mit einem Effekt begonnen hatte.

Abb.2 Die Entdeckung von T.Townsend Brown grundlegend dargestellt (1928)
Propulsionskraft vom negtiven Pol hin zum positiven Pol

Abb.3 Coolidge X-Ray Tube an der Brown 1921 experimentiert hat
2. Nachbau des „Lifter“ Experiments von J.L. Naudin
Es gibt gewisse Punkte auf die zu achten sind, wenn man einen
Lifter erfolgreich nachbauen will. Einerseits im elektronischen und andererseits
im mechanischen Bereich. Für eine vergrößerte Ansicht, bitte
auf die Bilder klicken.
Benötigt wird als Baumaterial:
- 100 cm Balsaholzleiste (2mm x 2mm)
- Alufolie
- Flachbandleitung, Länge ca. 40 cm
- Holzbrett 40cm x 40cm
- dünner Baumwollfaden
- 40 cm Kunststoffrohr (Kabelinstallationsrohr)
- optional zwei Bananenstecker
Wichtig bei dem mechanischen Aufbau ist in erster Linie das
keine scharfen Kanten bei der Alufolie, dem Draht oder den Lötstellen entstehen.
Es ist sehr sauber zu arbeiten, sonst hat man an diversen Stellen mit Sprühentladungen
zu kämpfen, welche unnötig Energie kosten und den Effekt verkleinern.
Am besten sieht man solch feine Entladungen natürlich im dunkeln.
Deshalb diese Bilder des Lifters im dunkeln:
Es muss ebenfalls auf eine gute Leitfähigkeit zwischen
den drei Alufügelstreifen geachtet werden. Selbst die Wahl der Fesselfäden
und der stromzuführenden Drähte sollte mit bedacht erfolgen.
Als Fesselfaden kann z.B. ein dünner Baumwollfaden benutzt werden. Keinen
starken Faden benutzen der zu steif ist wie z.B. ein Nylonfaden oder Paketschnur.
Der Faden sollte am besten mit einem Knoten und Sekundenkleber an den Balsafüßen
befestigt werden; auf keinen Fall mit schwerem Isolierband oder ähnlichem.
Die stromzuführenden Drähte sollten z.B. aus einer Ader einer Flachbandlitze
bestehen (haardünnes Drähtchen).
Die Hochspannung breitet sich überall aus. Deshalb muss man bei der Abstützung
der stromzuführenden Drähte am besten Kunststoff verwenden, z.B. Polyamid,
PE (leere Plastikflasche) oder Plexiglas, selbst Holz wird irgendwann leitend.
Im Umkreis der Startfläche sollte sich nichts elektrisch Aufladbares befinden,
am besten baut man sie mitten im Raum auf dem Boden auf.
Wenn der Lifter in Betrieb ist, wundert man sich oft, dass es überall an
Metallgegenständen zu Funkenüberschlägen in der Umgebung kommt.
Also Achtung beim fotografieren und messen. Der Effekt lässt sich einweinig
eindämmen, indem die Masse der Hochspannung mit dem Schutzleiter des 230
Volt Netzes verbunden wird.
Bei dem Aufbau der Hochspannungserzeugung kann man intern nicht genug Abstand
lassen und diverse Teile mit Heißkleber isolieren (auf diverse Kabelstellen
und Anschlüsse tropfen) um Überschläge zu vermeiden. Es ist unter
Umständen sinnvoll die Hochspannungskabel und den Schutzwiderstand in einem
Pneumatikschlauch oder ähnlichem Schutzschlauch zu verlegen. Das minimiert
ebenfalls die Verluste. Doch dazu später. Beschäftigen wir uns jetzt
erstmal mit dem mechanischen Aufbau.
Als erstes wird das 1m lange Balsaholz auf drei 15 cm lange
Stücke als Füße und drei 18 cm lange Stücke als Seitenträger
abgelängt. Am besten eignet sich hierzu ein scharfes Skalpell.
Für die Spannungsanschlüsse und die gute Verbindung der einzelnen
Seitenträger werden einzelne Adern aus einer Flachbandlitze entnommen.
Wichtig ist, dass die Adern so fein und flexibel wie möglich sind; also
keine Ader aus einem Netzkabel oder ähnlichem nehmen.
Je eine Ader wird um je einen 18 cm langen Balsaholzseitenträger
gewickelt. Und zwar so, dass auf jeder Seite noch gut 5 cm Ader hinausragen.
Am Ende des Balsaholzseitenträgers wird die Ader mit dem Balsaholz verklebt
(Sekundenkleber), damit diese sich nicht wieder abwickelt. So wird bei allen
drei Balsaholzseitenträger verfahren.
Jetzt haben wir die Seitenträger fertig. (links: drei
Seitenträger ; rechts: drei Füße)
Als nächstes müssen die drei Aluminiumflächen
geschnitten werden. Zunächst schneiden wir mit einer scharfen Schere drei
Teile mit den Maßen 6cm x 20cm von der Alufolierolle herunter. Nun folgen
die Einschnitte für die Füße des Lifters. Dies ermöglicht
ein Einrollen der Alufolie um die Seitenträger damit scharfen Kanten und
dadurch entstehenden Sprühentladungen vorgebeugt werden kann. Die obere
Kante muss 18cm lang, die linke Seite um die 2mm der Balsaholzbreite für
die Füße und rechts um die verbleiben 18mm für einen Umschlag
eingeschnitten sein. Die Tiefe der Einschnitte sollte 10mm betragen.
Je ein Balsaholzseitenträger wird an die obere Kante
der beschnittenen Alufolie mit Sekundenkleber befestigt. Achtung, dass er nicht
auf der Unterlage festklebt. Man sollte mit einem massiven schweren Gegenstand
den Balsaholzseitenträger gegen die Alufolie drücken um eine ganzflächige
Verklebung zu erzielen.
Wenn alle drei Seitenteile so vorbereitet und getrocknet sind,
dann wickelt man den Balsaholzseitenträger in das Alu ein, dass die scharfe
Kante des Alus eingeschlagen ist. Auch hier sollte man für eine gute Klebung
mit einem massiven Gegenstand nachhelfen, in unserem Fall haben wir einen Bleiakku
als Gewicht genommen.
Fertiges Seitenteil.
An die 2mm herausstehende Seite des Alus wird ein Balsaholzfuß
im rechten Winkel angeklebt. Dies geschieht bei allen drei Seitenteilen. Immer
darauf achten, dass die Seitenteile nicht auf der Unterlage festkleben.
Solange diese trocknen, bauen wir die Klebevorrichtung für
den Zusammenbau. Diese besteht aus einem Holzbrett auf dem die Dreiecksform
des Lifters mit der 18er Kantenlänge plus 2 x 1mm Balsaholzfußduchmesser
aufgezeichnet ist, also ein gleichschenkliges Dreieck mit der Kantenlänge
von 20mm. An den drei Ecken wird nun mit einem 3mm Bohrer Löcher gebohrt
in welche später die Füße gesteckt werden können, damit
dann der Lifter während des Klebevorgangs fixiert ist.
Die drei Seitenteile werden in das Brett gesteckt.
Als nächstes werden die aus den Seitenteilen herausstehenden
Adern miteinander verdrillt und verlötet.
Nach dem Löten wird die Verbindungsstelle eingebogen,
damit man sie mit der Alulasche abdecken kann um Sprühentladungsverluste
zu vermeiden. Die Lötung sorgt für eine gute elektrische Verbindung
der einzelnen Seitenteile und für eine mechanische Stabilität beim
Zusammenbau.
Nicht zu vergessen ist, dass an einer Ecke noch eine weitere Ader angelötet
werden muss, mit dieser später die Seitenflächen mit dem Minuspol
der Hochspannungsversorgung verbunden werden.
Wenn die Lötung an allen der Ecken abgeschlossen ist,
werden die Laschen umgeschlagen. Ein kleiner Tropfen Sekundenkleber reicht aus,
um die Lasche ganzflächig und ohne Kanten und Knicke an das andere Seitenteil
anzufügen.
Jede Kante hat Verluste zur Folge, welche durch einen höhere
Stromaufnahme des Lifters kompensiert werden muss. Es ist auf sehr sauberes
Arbeiten zu achten. Die Minusader sollte an einem Fuß nach unten weggeführt
werden. (siehe Abbildung rechts oben)
Der Klebstoff muss jetzt aushärten. Die Innenkanten können später
noch nachgeklebt werden um die Stabilität zu erhöhen.
Der Anodendraht besteht ebenfalls aus
einer Ader der Flachbandleitungslitze. Die Lötung zu einem Ring geschieht
am besten an einem Balsaholzfuß. Natürlich sollte hier ebenfalls
an einem Fuß eine weitere Ader angelötet sein, um den Anodendraht
mit Pluspol der Hochspannungsversorgung zu verbinden. |
An den anderen Fußhölzern schlingt man
die Ader einfach drum herum. |
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Der Fesselfaden mit dem man den Lifter am Startbrett befestigt,
sollte am besten ein dünnes Baumwollfädchen sein. Dieses ist nicht
zu starr und lässt sich gut kleben.
Die drei ca. 7cm langen Fäden werden mit einem Knoten
am unteren Teil der Füße des Lifters befestigt. Zur Sicherung kann
auch hier noch ein Tropfen Sekundenkleber hinzugefügt werden
Jetzt sieht der Lifter schon fast fertig aus.
Was jetzt noch fehlt ist die Startplattform. Hierzu sollte
ein Kunststoffrohr mit 40cm Länge auf das schon oben benutze Brett geklebt
werden. Hierfür eignet sich hervorragend Heißkleber. Den Anodendraht
kann man dann einfach am Rohr entlang (nach unten) führen. Der Kathodendraht
von der Alufläche lässt sich z.B. mit Isolierband am unteren Ende
des Rohres befestigen (siehe Bild). Die Fesselfäden mit Isolierband oder
Klebeband auf dem Startbrett befestigen und unsere mechanische Arbeit ist getan.
Der Lifter wäre jetzt einsatzbereit.
Bauanleitung für das Hochspannungsnetzteil
Eine Beschreibung und ein Schaltplan folgt noch. Vorerst kann
der Plan
von JLN-Labs verwendet werden. Aber man sollte einen 10 Ohm Widerstand zwischen
den Kollektoranschluß des Transistors und des Diodensplittrafos schalten.
Anschlußbelegungen diverser Diodensplittrafos sind auf der Homepage von
Donberg zu
finden .
Der Gesamtaufbau
3. Physikalische Hintergründe und Erklärungen zum Lifter-Experiment
Anfangs ist der Funktionsmechanismus ohne Zweifel äußerst erstaunlich, zumal ein Auftrieb erzeugt wird, ohne das mechanisch bewegliche Teile involviert sind.
Man muss verstehen, dass der vorliegende Effekt jedoch ohne Probleme mit den bekannten Mechanismen des coulomb'schen Gesetzes der Elektrostatik (Wirkung auf Ionen) und der Impulserhaltung (bei der Moment -kinetische Energie- auf neutrale Luftmoleküle übertragen wird) verstanden werden kann.
Lifter können in vielen verschiedenen Formen/Größen und Variationen konstruiert werden. Allen liegt jedoch ein generelles Prinzip zugrunde.
Am oberen Teil befindet sich ein fixierter Ionenemitter in Form eines dünnen Drahtes. Am unteren Teil ist ein großflächiger Kollektor, meist aus Aluminiumfolie oder einer Platte mit runden Kanten an der Emitter zugewandten Seite.
Der positive Pol der Hochspannungsquelle wird mit dem dünnen Draht verbunden, der negative Pol mit dem Aluminiumkollektor. Zwar kann die Polarität durch aus vertauscht werden, wobei die Kraftrichtung gleich bleibt. Dies resultiert jedoch in einer geringeren Kraftentwicklung.
Die Masse/bzw. das Verhältnis von geladenen zu ungeladenen Lüftmolekülen kann im Allgemeinen als gleich angenommen werden.
Die hohe elektrische Feldstärke am positiven Pol ionisiert die Luftmoleküle, welche dann von dem gleichnamigen Pol abgestoßen und hin zum negativen Pol beschleunigt werden.
Die involvierten Kräfte werden durch das Coulomb'sche-Gesetz beschrieben. Jedes ionisierte Molekül das nach unten zum Kollektor hin beschleunigt wird, wird von dem Kollektor im Gegenzug auch angezogen und erzeugt somit eine vektoriell nach oben gerichtete Kraft, die den gesamten Lifter nach oben zieht. Zur gleichen Zeit wird der Lifter durch die abstoßende Wirkung des Emitters auf die Ionen nach oben gedrückt.
Durch das 3. Newtonsche Gesetz (Actio = Reactio/ F = -F' ) ist das Moment, welches der Lifter nach oben erfährt gleich der Summe aller nach unten gerichteten Momente der Ionen (Gesetz der Impulserhaltung).
Das ist rudimentär was passiert, wenn wir keine Reaktionskräfte oder Wechselwirkungen mit den neutralen Luftmolekülen in Betracht ziehen.
Wenn das nun alles wäre, wenn die Ionen mit dem Kollektor kollidieren (was sie vermutlich alle machen), würden sich alle Momente vektoriell zu Null addieren und der Lifter sich nicht bewegen.
Dies ist der Punkt an dem die neutralen Moleküle mit ins Spiel kommen.
Wenn die Ionen nach unten zum Kollektor wandern, kollidieren sie mit neutralen Luftmolekülen und transferieren dabei einen Teil ihrer kinetischen Energie auf die neutralen Moleküle und treiben diese in die gleiche Richtung nach unten.
Nach der Impulserhaltung ist der gesamt Betrag des Moments der projizierten Ionen und der Zielmoleküle der Luft vor den Kollisionen gleich. Nach der Kollision würden jedoch die beschleunigten Ionen weniger Moment besitzen. Die Ionen haben somit einen Teil ihrer kinetischen Energie auf die Luftmoleküle übertragen. Nach vielen gleichartigen Kollisionen auf dem Weg hin zum Kollektor wäre das Ion viele Male beschleunigt und wieder abgebremst worden.
Schließlich würde das Ion dann mit der Kollektorfolie zusammenprallen und jedes vorhandene Restmoment der nach oben gerichteten Kraft entgegen wirken.
Jedoch wird dieses subtrahierende Moment immer weniger sein als das Moment, welches ab gegeben wurde auf dem Pfad nach unten.
Die meiste kinetische Energie wurde dabei auf die umliegenden neutralen Luftmoleküle übertragen. Da diese Moleküle ungeladen sind und nicht vom Lifter durch elektrostatische Belange angezogen werden, behalten sie ihre Richtung bei und können unterhalb des Lifters als Windzug wahrgenommen werden. Das kann deutlich im unteren Video observiert werden. Die überwiegende Mehrzahl dieser ungeladenen Moleküle treffen nicht den Kollektor und erzeugen damit einen Nettogewinn an Auftrieb.
Wenn man alle Momente der Ionen und der neutralen Moleküle in vertikaler Richtung betrachtet, so hat man wiederum einen Equillibriumzustand.
Der Lifter kann allein aus dem Grund in der Luft fliegen, weil die neutralen Luftmoleküle einen Teil des nach unten gerichteten Moments aufnehmen und Netto eine vektoriell nach oben zeigende Kraft auf die Lifter/ Ionenkombination wirken lassen.
Die gesamte Funktion hat mit dem Transfer von Impuls der Ionen auf neutrale Luftmoleküle zu tun und ihrem Strömungsprofil entlang dem Weg zum Kollektor, der sich entweder laminar- oder wirbelartig darstellt.

Wie in der Abbildung dargestellt, wird das Fluid im Zentrum eine größere Geschwindigkeit erreichen als im Rest des Fluids. Wenn man ein perfektes Fluid verwenden könnte mit einer Viskosität von gleich Null, würde sich ein nur sehr dünner Strahl in Richtung des Kollektors ausbilden. Da dieser Zustand nur theoretisch erreichbar ist und man immer Viskosität im Medium besitzt, wird die Strömung eine Abbremsung erfahren und der Strahl auch breiter werden.
Wenn man beginnt die Fläche der unteren Elektrode zu vergrößern, besser gesagt den Querschnitt des Kollektors in Flugrichtung, beginnen immer mehr neutrale Lüftmoleküle die Struktur des Lifters zu treffen. Wenn genügend „neutrale“ Luft den Kollektor trifft und Impuls auf diesen transferiert, wird es für die Konstruktion unmöglich zu fliegen.
3.1. Das Verhalten des Lifters im technischen Vakuum
Wenn man nun den Raum um den Lifter evakuiert bzw. den Druck p reduziert. D.h. neutrale Moleküle entfernt, können die Ionen (welche immer noch in geringerer Anzahl entstehen) weniger Moment auf die neutralen Moleküle übertragen. Stattdessen wird die gesamte kinetische Energie entlang des Weges in einem schmalen vertikalen Pfad komplett auf den Kollektor treffen und jede möglich resultierende Aufwärtskraft zu Null summieren.
Ab einem bestimmten Punkt (nicht annähernd ein wirklich großes technisches Vakuum) wird nicht mehr genügend Impuls auf die neutralen Moleküle übertragen. Die Ionen treffen den Lifter mit genügend Moment um sämtliche nach oben resultierenden Kräfte gänzlich zu unterbinden. Somit fällt der Lifter durch die Gravitationskraft nach unten.... Alle Experiment im Vakuum bestätigen diese These.
Der Lifter verletzt nicht annähernd die Gesetzmäßigkeiten der bekannten konventionellen Physik. Der Hauptmechanismus ist schlicht der Transfer von Impuls auf die neutralen Luftmoleküle, wenn diese nicht in ausreichendem Maße vorhanden sind, dann kann der Lifter ganz einfach nicht fliegen.
Die Kraft welche in diesem Prozess generiert werden kann, hängt hauptsächlich ab von dem Spannungsgradienten mit dem die positiven Ionen beschleunigt werden zwischen jedem Zusammenprall. Des weiteren von der Menge/dem Volumen an verfügbaren neutralen Molekülen die in potentielle Wechselwirkung gehen können. D.h. Auf die ein Kraftimpuls/moment in vertikaler Richtung nach unten wirken kann.
Ersehbar ist auch, daß das affektierte Volumen maßgeblich von der Größe und Form des Lifters, sowie vom Strömungsprofil der neutralen Moleküle abhängen wird. Die involvierten Hauptparameter sind Elektrodengröße, Form, Spannung, und Parameter welche die neutralen Luftmoleküle definieren.
Der Effekt des Lifters ist definitiv von elektrohydrodynamischer Natur (EHD). Die Experimente zeigen sehr klar eine Interaktion von Ionen mit den neutralen Luftmolekülen und widerlegen absolut jede Theorie von Effekten die mit Antigravitation im Zusammenhang stehen.
4. Diskussion und Ausblicke für zukünftige Versuchsreihen
Obwohl eindeutig nachgewiesen werden konnte, daß der Lifter nichts mit einem Effekt auf die Gravitation zu tun hat, so ist diese Technologie dennoch für zukünftige Antriebskonzepte durchaus interessant. Faszinierend bei Demonstrationen ist die Tatsache, das sich ein Auftrieb auch ganz ohne mechanisch bewegliche Teile erzeugen lässt.
Gerade im Bereich von Raumsonden und bei Antrieben bei denen lange Beschleunigungswege eine Rolle spielen, liegt große Hoffnung in modernen Ionentriebwerken. Solche Ansätze werden längst in der Raumfahrttechnik angewandt und gerade für die ersten bemannten Marsmissionen von der NASA diskutiert. Siehe Abb.

Abb. Dieses Bild zeigt einen Xenon-Ionen Antrieb, photografiert durch ein Fenster der Vakuumkammer des NASA Jet Propulsion Laboratory. Schwach blaues leuchten zeigt geladene Teilchen die vom Antrieb emittiert werden.
(Quelle: http://grin.hq.nasa.gov/ABSTRACTS/GPN-2000-000482.html )
Für zukünftige Experimentalreihen sollte direkt ein Ansatz nach T.Townsend Brown verwendet werden und nicht diverse Neuerungen und Vereinfachungen eingeführt werden. Die Ursprungsidee erscheint hierbei wichtig und soll im Vordergrund stehen.
Vielleicht zeigen sich andere Effekte beim Nachbau der ursprünglichen Experimente die so gar nicht zum tragen kommen.
Gerade die Form der Flugkörper, sowie die Spannungsgradienten unterscheiden sich deutlich von Naudins Versuchen. Immerhin spricht Brown selbst von einer Minimalspannung von ca. 50000 Volt, wobei die Haupteffekte erst ab einer Spannung von ca. 200 000 Volt auftreten sollen.

Abb. Untertassenähnliche Flugkörperform nach T.Townsend Brown als asymmetrischer Kondensator
Weitere sehr interessante Aspekte zeigt Thomas Valone in seinem Buch „Electrogravitics“ bei denen anscheinend das amerikanische Militär eine solche Technologie bereits seid geraumer Zeit in seinen B52 Bombern einsetzt.
Die vorderen Enden der Tragflächen werden dabei positiv Geladen, wobei die Abgase der Triebwerke dem negativen Gegenstück entsprechen. Durch diese Maßnahmen werden angeblich große Mengen an Treibstoff eingespart, was natürlich den Operationsradius der Flugzeuge massiv erhöht. Erste Großeinsätze dieser Technik seien bereits im Balkankrieg von 1995 erfolgt.
4.1. Folgerungen aus den dargelegten Experimenten und zukünftiger Fokus
Für den wahren Vorstoß in gänzlich unerforschte Gefilde sollten Konzeptionen ergründet werden, die sich von den hier gezeigten Schwierigkeiten und Problemen komplett unterscheiden.
So darf es nicht zu bekannten Wechselwirkungen innerhalb der Elektrostatik kommen, die direkt das umgebende Medium, in diesem Fall die Luft beeinflussen können.
Gerade die Versuche von Podkletnov zur Gravitationsabschirmung mittels supraleitender schnelldrehender Scheiben sollten einer näheren Untersuchung unterzogen werden.
Interessant in diesem Zusammenhang sind gerade neuere Forschungsarbeiten einer Österreichischen Forschungsgruppe die die ungwöhnlichen Effekte von Podkletnov in einer ähnlichen Weise reproduzieren konnten.
5. Videos vom eigenen Lifteraufbau
Lifter mit einer Kerze zur Demonstration des Ionenwinds:
Liftererklärung:
6. Referenzen
Wikipedia Library: The Biefeld-Brown Effect
Blaze Labs Research: Lifters in hard Vacuum test
Valone, Thomas, Electrogravitics
Cook, Nick, The Hunt for Zero Point, New York: Broadway Books, 2001.
Tajmar M. Biefeld–Brown Effect: Misinterpretation of Corona Wind Phenomena, AIAA Journal, 1 February 2004, vol. 42, no. 2, pp. 315-318(4)
Buehler D.R. Exploratory Research on the Phenomenon of the Movement of High Voltage Capacitors, Journal of Space Mixing, April 2004, vol. 2, pp. 1-22
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