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Die Experimente von Ciba Geigy
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Die Experimente von Ciba Geigy - Eine unerzählte Geschichte

Ein Sachbericht von Carl R. Jachulke und Steffen Finger
nach einem Fernsehbericht von H. Heisterkamp
zur Thematik "Biologische Experimente mit dem elektrischen Feld"
RaFöG Raumenergie Fördergesellschaft
Veröffentlicht am Freitag 17 August, 2007


 

Inhalt des Artikels

Prolog
Eine wissenschaftliche Sensation
Mais in der heutigen Landwirtschaft
Versuche auch mit höheren Organismen
Eine Erklärung seitens der Pressestelle von Ciba

 

Prolog
Es mutet an eine fantastische Welt, in die wir als Kinder durch unsere Geschichten-, Bilder- und Märchenbücher eingeführt wurden. Es mutet nicht weniger fantastisch an, wenn wir heute Zeichnungen oder Stiche von uns fremden Pflanzen oder Lebewesen der Urzeit sehen. Lebewesen die auf unserem Planeten vor Jahrtausenden oder gar Jahrmillionen existierten. Überdimensionierte Bäume und Tiere, die es längst nicht mehr gibt. Ich hätte nicht geglaubt dass es möglich ist Lebewesen aus einer längst vergangenen Zeit in unsere Wirklichkeit heute zu holen. Es ist machbar! Dieser Bericht zeigt wie und wo dies geschehen ist und welche Merkwürdigkeiten sich damit verbinden.

Eine wissenschaftliche Sensation
Mit einer Unterhaltungssendung des Schweizerischen Fernsehens (Supertreffer am 17.12.1988) wurde es öffentlich gemacht. Millionen Zuschauer waren Zeuge, als Showmaster Kurt Felix zwei Forscher vorstellte.


Abb. Links die zwei Gäste in der Kurt Felix Sendung. Rechts die beiden Forscher in der Nahaufnahme.

Guido Ebner und Heinz Schürch, zwei Wissenschaftler des Bereichs Forschung und Entwicklung eines der damals 10 größten Chemiekonzerne der Welt – Ciba-Geigy. Das Schweizerische Unternehmen verkauft chemische Produkte und Dienstleistungen in drei Marktbereichen. Gesundheit, Landwirtschaft und Industrie.

Vorgestellt wurden Forschungsergebnisse, welche bis zu dem Zeitpunkt unter Verschluss geblieben waren. Pflanzen können durch ein elektrostatisches Feld in einer derartigen Weise verändert werden, dass sie so wachsen wie vor Jahrmillionen. Also einen Rückschritt in ihrer Evolutionsgeschichte erfahren. Aus einem herkömmlichen Wurmfarn mit seinen gefiederten Blättern war ein Hirschzungenfarn mit rund zulaufenden, zungenartigen Blättern geworden. Einige Ciba-Geigy Wissenschaftler nennen diesen Farn auch Urfarn.


Abb. Links ist der gemeine Wurmfarn zu sehen. Rechts das Versuchsergebnis der im Elektrofeld behandelten Sporen des Wurmfarns. Daneben ein versteinertes Abbild.

Pflanzen aus vorgeschichtlicher Zeit, vielleicht aus der Zeit der Saurier vielleicht auch aus der Zeit davor… Die Wissenschaftler konnten nur Vermutungen anstellen. Jedenfalls ist es ein Zeitsprung zurück in der Evolutionsgeschichte mit Hilfe von Sporen unseres gemeinen Farns, also Fortpflanzungszellen aus der jetzt Zeit, behandelt in einem elektrischen Feld. Ausgeführt in den Forschungslabors des Basler Chemie Konzerns.


Abb. Schnitt eines heute noch lebenden Artvertreters des Hirschzungenfarns

Was der Öffentlichkeit vorgeführt wurde ist nur ein Teil der Versuche. Experimentiert wurde auch mit anderen Pflanzen (vor allem mit Weizen), sogar mit Fischen. Zum Beispiel wurde mit Mais experimentiert.
In Petrischalen wurde Kunsterde und Wasser zusammen mit Maiskörnern angesetzt, welche dann in einem elektrostatischen Feld platziert wurden. Statische Elektrofelder, Spannungsfelder in denen kein Strom fließt. Es herrscht Gleichspannung von einem bis hin zu mehreren zehn tausend Volt, je nach Versuchsanordnung. Was Alchemisten sich vor mehreren hunderten von Jahren erträumten wird hier Wirklichkeit, der gängigen Lehrmeinung zum trotz. Eine nobelpreisverdächtige Entdeckung.


Abb. Links werden die Petrischalen vorbereitet. Rechts sieht man eine Versuchsschale auf einer der Hochspannungselektroden.

Für drei Tage werden die Maiskörner in den luft- und wasserdicht verschlossenen Petrischalen im Elektrofeld gezogen, danach wachsen die Keime wie jede andere Pflanze im Topf oder im Gewächshaus weiter. Das Ergebnis nach normaler Wachstumszeit ist ein Mais mit besonders hoher Anzahl an Kolben auf einem Haufen, wo normalerweise bei Mais nur ein Kolben zu finden ist.


Abb. Links ist Heinz Schürch bei der Vorbereitung eines Versuchsansatzes. Links ist die Versuchsaufbau zu sehen bei dem ein elektrisches Feld angelegt wird.

Der Mais „erinnert“ sich offensichtlich daran wie er früher einmal beschaffen war. Keine Genmanipulation, kein Einsatz von Chemie.
Vermutete Vorteile:

- Höhere Keimungsrate
- Höhere Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge und hartes Klima
- Keine Agrogifte


Abb. Links ist eine herkömmliche Hybridform. Rechts der im Elektrofeld gezüchtete Mais. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass bis zu 5 Kolben auf einem Fleck wachsen.

 

Mais in der heutigen Landwirtschaft
Eingesetzt werden Hybridsorten, also Mischlingssorten, hochkultiviert und hochempfindlich deren Samen nicht verwendet werden können. D.h. Der Bauer muss sein Saatgut jedes Jahr neu kaufen, nicht nur für Mais.
Die Saatgutproduktion wiederum wird von multinationalen Konzernen der Nahrungsmittel-, Agrochemie und Mineralölindustrie beherrscht. Dieselben Konzerne, die auch Dünge-, Pflanzenschutz- und Unkrautvernichtungsmittel an den Landwirt verkaufen. Für die chemische Industrie ein Milliardengeschäft.

Es ist die Chemie die die Art und Weise der Landwirtschaft und der Ernährung bestimmt. Spätestens jetzt wird schlagartig klar, was die Ciba-Geigy Versuche eigentlich bedeuten.
Der Basler Chemieriese, Umsatz jährlich ca. 22 Mrd. Schweitzer Franken bei 94000 Mitarbeiter. Jeder Mitarbeiter verkauft statistisch für 235000 Schweitzer Franken Chemie im Jahr. Forschung am und mit dem elektrostatischen Feld heißt, mit den Augen des Chemiekaufmannes, muss heißen, sägen am Ast auf dem man sitzt.
Denn die Forschungsergebnisse zeigen, es geht auch ohne Chemie. Zumindest in weiten Bereichen. Die Bedeutung des Forschungsergebnisses liegt vor allem darin, dass man Erbmerkmale die durch Zucht oder Degeneration verloren gegangen sind, wieder hervorholen und aktivieren kann.

 

Versuche auch mit höheren Organismen
Der in diesem Zusammenhang bisher spektakulärste Versuch bei Ciba-Geigy war diesmal mit ganz gewöhnlichen überall käuflichen Regenbogenforellen gemacht worden. Im Labor werden dem Weibchen hierzu die Eier entnommen.


Abb. Links. Entnahme der Eier des Weibchens. Rechts, die Eier werden in der Retorte einer künstlichen Befruchtung unterzogen.

 


Abb. Einbringen der befruchteten Eier in einen geeigneten Versuchsaufbau zur Aufzucht der Jungfische

Diese Eier werden künstlich befruchtet und anschließend für 4 Wochen einem elektrostatischen Feld ausgesetzt. Die Versuchsanordnung gestaltet sich wie vorher bei Farn und Mais.
Solothurn in der Schweiz, in einem Fischzuchtbetrieb. In einem der Fischzuchtbecken die aus der Behandlung im elektrostatischen Feld hervorgegangenen Tiere. In einem anderen Becken die unbehandelten normalen Forellen. Gleicher Ursprung, unterschiedliche Fische?
Hier der Beweis:


Abb. Herkömmliche Regenbogenforellen, bekannt aus Fischgeschäft und Restaurant, 2-4 Jahre alt. Sie bewegen sich langsam, sind fast zahm. Farben sind nur schwach zu erkennen, Ober- und Unterkiefer sich nicht besonders ausgeprägt. Sie haben oft nur ansatzweise Zähne.


Abb. Gleichalte Forellen hervorgegangen aus den Versuchen mit den statischen Elektrofeldern. Sie sind 1/3 größer, schwerer, fleischiger, kräftiger. Sie haben mehr und stärkere Zähne auffallend sind die kräftigen Farben. Bei ausgewachsenen männlichen Tieren ist der Unterkiefer wie bei Wildlachsen vorne zu einem mächtigen Haken ausgebildet.

 

Eine Erklärung seitens der Pressestelle von Ciba
Die Fischuntersuchungsstelle der Eidgenossenschaft in Bern bezeichnete die Tiere als eine Urform der Forelle, die vor ca. 150 Jahren bereits praktisch ausgestorben war. Eine naturwissenschaftliche Erklärung gibt es bis heute nicht. Weder bei den Forellen, noch bei den Pflanzen. Auch das, eine wissenschaftliche Sensation!
Wieder zeigt sich, wie bei den Pflanzen, ein Interessenkonflikt bei Ciba-Geigy. Der Verkauf von Medikamenten für die Fischzucht gehört zum Geschäft. Diese Forellen brauchen jedoch nichts, also kein Geschäft.
Europäisches Patentamt in München. Vor drei Jahren meldeten die Schweizer ein Patent auf ihre Erfindung an. Patentanmelder ist Ciba-Geigy, die Erfinder, die Gäste aus der Kurt Felix Sendung, Guido Ebner und Heinz Schürch. In der Patentschrift heißt es:

„Die vorliegende Erfindung betrifft ein neuartiges Verfahren, welches zu bleibenden nützlichen und wünschenswerten Eigenschaften bei Fischen führt, die ansonsten überhaupt nicht oder nur mit erheblichem Mehraufwand erzeugbar sind.

Durch die Einfachheit der Verfahrensmaßnahmen erfährt die Aufzucht von Süß- und Salzwasserfischen eine drastische Verbesserung.
Als erstes stellt man eine wesentlich höhere Schlupfrate fest, wobei häufig eine Steigerung von 100 bis 300 Prozent auftritt.
Ganz signifikant ist ihre ausgesprochen hohe Überlebensrate. Dies wird umso deutlicher, wenn man auf jede medikamentöse Behandlung verzichtet.

Hinzu kommt, dass die behandelten Fische, bei gleicher Ernährung, wesentlich rascher an Gewicht und Größe zunehmen und für den Verkauf als Speisefische zur Verfügung stehen.“

…Unschlagbare Eigenschaften, ungeahnte Möglichkeiten.
Der Schweizer Chemieriese tut was er kann, er stellte die Forschung ein. Das Patent ruht jetzt in den Schubladen des europäischen Patentamtes, dessen Nachahmung ist verboten.
Nach dem Geschäftsbericht ist Ciba-Geigy weltweit die Nummer eins beim Pflanzenschutz, deren Umsatz jährlich steigend. Keine Experimente ? Forelle „Blau“ wie gehabt ?

Im Geschäftsbericht des Unternehmens steht:

„Das unternehmerische Handeln von Ciba-Geigy ist auf langfristige Existenzsicherung hin ausgerichtet.“

Von der Pressestelle hieß es damals:

„Ciba hat diese Untersuchungen inzwischen alle aufgegeben, es sind keine weiterführenden wissenschaftlichen Arbeiten in diesem Gebiet unternommen worden, da sie sich nicht mit einem der Schwerpunktforschungsgebiete der Firma zuordnen lassen. Aus diesem Grunde werden in der forschenden Industrie viele, oft interessante Ansätze aus exploratorischen Projekten wieder fallen gelassen."

Am 17.12.1988 berichtete Kurt Felix damals im Schweizer Fernsehen über die Experimente, bevor diese eingestellt wurde. Leider ist in keinem Archiv ausser bei YouTube ( Der Urzeitcode Teil 1 , Der Urzeitcode Teil 2 ) und bei uns die kurze Videosequenz (40MB) zu erhalten:

 

Link zur Seite und dem gleichnamigen Buch »Der Urzeit-Code - Die ökologische Alternative zur umstrittenen Gentechnologie« von Luc Bürgin

Referenzen
Eins Plus, Der Report 1992'
Bildquelle: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie

 

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